Immer wenn sich Bayern und Südtirol treffen, entsteht das Gefühl von Freundschaft und Zusammengehörigkeit.

Historischer Hintergrund

 

Gemeinsame Geschichte von Bayern und Südtirol

Südtirol und Bayern verbindet eine lange gemeinsame Geschichte: So besiedelten Bajuwaren bereits im 7./8. Jahrhundert das heutige Südtirol. Unter Karl dem Großen erfolgte 788 n. Chr. die Eingliederung Baierns in das Fränkische Reich. 814 wurde nach dem Tode Karls des Großen das riesige Frankenreich geteilt und in der Folge kam der Raum des späteren Tirols nominell zu Baiern.

Aufgrund eines Erbvertrages fiel Tirol 1363 an das Haus Habsburg und wurde Bestandteil der „Habsburgischen Erblande“. 1804 bis 1918 war Tirol Teil des Kaisertums Österreich (nur unterbrochen von 1805 bis 1814). In der Schlacht von Austerlitz 1805 besiegte Frankreich Österreich. Im „Frieden von Pressburg“ erhält Bayern als Verbündeter Napoleons Tirol und Vorarlberg. Bayern wird zum Königreich erklärt. 1809 lehnt sich Tirol, geführt von Andreas Hofer, gegen die Bayern auf.

1814/1815, beim „Wiener Kongress“, wurde das europäische Staatensystem neu geordnet: Dabei erhält Österreich frühere Gebiete zurück, darunter Tirol und Vorarlberg, und zudem auch Venetien.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Südtirol 1919 Italien zugeschlagen.

Gründungshintergrund der Bayern-Südtirol-Gesellschaft

Bereits 1994 schufen der damalige bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber und der Südtiroler Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder mit der „Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und Südtirol“ die Basis für einen intensiven Austausch und eine enge Kooperation.

Daraus sind auf Verwaltungsebene erfreulich kurze Wege entstanden. Die positiven Beispiele reichen von der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden über die Kooperation von Organisationen für innere Angelegenheiten bis hin zur intensiven Zusammenarbeit im Logistik-, Transport- und Verkehrsbereich.

Wenige Jahre später waren dann die bayerische CSU sowie die Südtiroler Volkspartei die treibenden Kräfte für die Gründung der Bayern-Südtirol-Gesellschaft e.V. Zu diesem Zweck beriefen im Jahre 2007 der damalige CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann und sein Südtiroler-Volkspartei-Pendant Dr. Walter Baumgartner die Gründungsmitglieder beider Länder zur ersten Sitzung.

Vereinszweck

 

I.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

II.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Völkerverständigung zwischen Bayem und Südtirol unter Einbeziehung der Gedanken der europäischen Einigung sowie von Bildung, Kunst und Kultur.

III.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch: die Förderung und Durchführung für jedermann zugänglicher Vorträge, Symposien und Seminare, kultureller Veranstaltungen, Ausstellungen und Veröffentlichungen, die der Begegnung der Menschen und der Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und Südtirol dienen, und das Wissen über Geschichte, Kunst, Kultur und Brauchtum sowie über die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der beiden Länder mehren.

 

IV.

Der Verein ist parteipolitisch und weltanschaulich ungebunden.

V.

Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich für den Verein tätig und erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

VI.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

Vorstand & Mitglieder

Vorsitzender

Staatsminister Joachim Herrmann, MdL

Bayerisches Staatsministerium
des Innern, für Sport und Integration
Odeonsplatz 3
D-80539 München

Vorsitzender

Landesrat Philipp Achammer

Landesrat für Deutsche Bildung, Deutsche Kultur, Innovation, Forschung, Museen und Denkmalschutz
Andreas-Hofer-Straße 18
I-39100 Bozen

 

Stv. Vorsitzender

Staatsministerin und
stellvertretende Ministerpräsidentin

Ulrike Scharf, MdL

Bayerisches Staatsministerium
für Familie, Arbeit und Soziales
Winzererstraße 9
80797 München

Stv. Vorsitzender

Fraktionsvorsitzender a.D.

Walter Baumgartner

Oberstadt 56
I-39043 Klausen

 

Schriftführer

Landrat Martin Bayerstorfer

Landratsamt Erding
Alois-Schießl-Platz 2
D-85435 Erding

Schatzmeister

Werner Stuflesser

Petlinstraße 8
I-39046 St. Ulrich

 

Weitere Vorstandsmitglieder

Staatsministerin a.D. Emilia Müller
Hinterrandsberg 7
D- 92436 Bruck i.d. Oberpfalz

Josef Schrädler
Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Alte Akademie 2, D-85354 Freising

Peter Silbernagl
Oswaldweg 69 b
I-39100 Bozen

Monika Aondio
Florastraße 12
I-39020 Glurns

Peter Daldos
Mazonerstraße 6
I-39044 Neumarkt

Markus Wasmeier
Brunnbichl 5
D-83727 Schliersee

 

Ehrenvorsitzende

Landesrat a.D. Bruno Hosp (†)

Staatsminister a.D. Hans Zehetmair (†)

 

Mitglieder

Um Mitglied zu werden, ist ein einwandfreier Leumund, eine Empfehlung und ein formloser Antrag an die Vereinsführung notwendig. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet der Vorstand der Bayern-Südtirol-Gesellschaft.

Die Mitglieder der Bayern-Südtirol-Gesellschaft bestehen aus Einzelpersonen, Organisationen und Verbänden, die den Vereinszweck der Bayern-Südtirol-Gesellschaft unterstützen. Sie stammen aus den Bereichen Kultur, Politik, Wissenschaft und aus der freien Wirtschaft.

 

Geschäftsführung

Südtirol

Sigrid Hafner
c/o Südtiroler Kulturinstitut
Schlernstraße 1
I - 39100 Bozen
Tel.: +39 0471 313 800
suedtirol[at]bayern-suedtirol.com

Bayern

Franz Guber
Klenzestr. 30 b
D-80469 München
Tel.:+49 (0)89 267 463
franz.guber[at]t-online.de

Bayern Südtirol Gesellschaft

Auf dem Gipfel bleibt Freundschaft das höchste Gut.